Plopsaqua – De Panne

Plopsaqua – De Panne hatte zu Coronazeiten wenig zu bieten!

Der unweit der belgisch-französischen Grenze gelegene Badeort de Panne bietet einen sehr breiten und scheinbar endlos langen Sandstrand. Spätestens im November eines jeden Jahres wird es aber auch den hartgesottensten Wasserratten im Meer zu kühl. Kein Problem: Nur gut zwei Kilometer von der Küste entfernt befindet sich das „Plopsaqua de Panne“.

Wie der Name unschwer erahnen lässt, gehört das „Plopsaqua“ zum Plopsaland de Panne. Der im Jahr 2015 eröffnete Wasserpark hat tatsächlich 365 Tage im Jahr geöffnet und auch der Freizeitpark selbst hat die Tage, an denen nicht Achterbahn oder Karussell gefahren werden kann, auf ein Minimum reduziert.

Zwischen den beiden Freizeitangeboten wurde vor zwei Jahren das Hotel de Panne eröffnet. Wer sich hier einquartiert, hat den Vorteil, dass er sowohl den Vergnügungspark als auch die Wasserwelt direkt betreten kann. Thematisch schließen Hotel und Wasserpark nahtlos an den Freizeitpark an. Alles wirkt verspielt, manchmal ein wenig kindisch, aber auf jeden Fall magisch. Von außen betrachtet ist das „Plopsaqua“ eine Mischung aus Märchenschloss, gläsernem Hightech-Schwimmbad und einem Rutschparadies. Im Innern gelangt man durch einen relativ dunklen Gang, der allerdings an den Seiten und von der Decke her kunstvoll illuminiert wird, zu den Kassen.

Die freundlichen Fachkräfte betonen, dass es ihnen sehr leid täte, aber leider nicht sämtliche Bereiche geöffnet sind. Auf die Nachfrage hin, welche Abschnitte denn geschlossen seien, bekamen wir zur Antwort, dass es staatlich untersagt wurde, die Rutschen und den Wildwasserkanal zu öffnen. Wie ärgerlich! Im Gegensatz dazu dürften aber die Sauna und die Whirlpools geöffnet bleiben. Tummeln sich dort weniger Menschen oder können dort größere Abstände eingehalten werden? Nur in der Theorie durch platzierte Hinweisschilder. Solche Schilder hätte man auch bei den Rutschen oder beim Wildwasserkanal anbringen können, aber was staatlich vorgeschrieben wird, gilt es durchzuführen. Ob uns das nun beruhigt oder nachdenklich stimmen sollte, dass in unserem Nachbarland ähnlich unsinnige Regeln gelten wie bei uns, darf jeder selbst entscheiden.

Für einen kleinen Obolus, der nach Verlassen des Bades teilweise zurückerstattet wird, erhält man eine goldene Münze, die ein Schließfach absichert. Vorbei an den Sanitäranlagen öffnet sich der Blick auf eine künstliche skandinavische Welt. Überall ist Wickie mit seinen Freunden wiederzuerkennen – eine überaus stimmige Thematisierung! Es lohnt sich, auf Details zu achten! Hier ein aufwendig gestaltetes Wikingerboot, dort ein Zaun, dessen Pfähle mit Helmen verziert worden sind. Überall sind kleine Szenerien aus der TV-Serie nachgestellt worden und lassen das ganze Bad lebendig wirken. Eingefasst wird das Ganze durch einen XXL-Banner, auf welchem ebenfalls nordeuropäische Darstellungen zu finden sind.

Das größte Becken ist gleichzeitig auch ein Wellenbad, dass in regelmäßigen Abständen für spaßige Abwechslung sorgt. Becken Nummer zwei, der „Disco Pool“ ist ein klassisches Schwimmerbecken, welches durch ein reizvolles LED-Lichtspiel fantastisch illuminiert wird. Becken Nummer drei verfügt über eine Schleuse ins Äußere. Es ist zwar etwas kühl, aber einmal draußen im Januar zu schwimmen und auf die nebenan ratternden Achterbahnen zu blicken, ist die Sache wert. Eine breite Nackendusche und Whirlliegen sind zusätzliche Highlights. Sehr liebevoll ist der Kleinkindbereich „Ylvis Kleinkinderbecken“ gestaltet, der von Mamas und Papas und ihren Schützlingen stark frequentiert wird. Ausreichend Sitzgelegenheiten bieten Möglichkeiten zur Verschnaufpause und eine Snack-Bar hält leckere Zwischenmahlzeiten bereit.

Auf unserer Entdeckungsreise durch „Plopsaqua“ fallen unsere Blicke immer wieder auf den bedauerlicherweise geschlossenen Rutschbereich. Vier Anlagen hätten uns hier erwartet. „Viking Race“ ist eine Steilrutsche von Van Egdom mit drei Bahnen und einer Länge von 16,3 Metern. Mehr als zehnmal so lang ist die „X-Tube Reifenrutsche“ von Wiegand. Ein echter Adrenalinkick wäre „Sky Drop“ von Proslide gewesen, die mit einem Fallklappenstart ausgestattet wurde. Das Quartett wird durch die „Disco Slide“ vervollständigt, wobei es sich um eine Black-Hole-Röhrenrutsche handelt, die sich auf knapp 100 Meter Strecke ausdehnt. Dieses interaktive Abenteuer stammt ebenfalls von Wiegand.

Bleibt einfach nur zu hoffen, dass sich die Corona- und die Gesetzeslage auch in Belgien bald bessert und wieder sämtliche Attraktionen im „Plopsaqua“ öffnen. Ein Besuch, erst recht in Kombination mit dem Freizeitpark oder einem ausgiebigen Spaziergang am Meer lohnt sich auf jeden Fall!

Text und Bilder: Dennis König

 

 

INFOS:

Name: Plopsaqua;  Typ: Wasserpark, Fläche: 4000 m2, Rutschen: 5 und 2 Kinderrutschen, Baujahr: 2015, Preis: ab 23,50 €

Besonderheiten: keine

Erschienen im KOMET am 20.1.2022!

FOTOS:

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